Die Tatsache, dass das Virus nun mal unter uns ist und sich ausbreiten wird, lässt sich nicht ändern. Ändern lässt sich unsere Einstellung dazu und die Art und Weise, wie wir damit umgehen.


Wie gehe ich mit meiner Angst um?

Hier zur eigenen Selbst-Hilfe ein “Frage-Schema” zum Bearbeiten der Angst bezüglich einer möglichen Erkrankung mit dem Corona-Virus

Vorab: Das ist NICHT meine bevorzugte Arbeitsweise – hilft Ihnen aber – bei etwas Übung zur schnellen Erst-Intervention für zu Hause weiter. 

Meine bevorzugte Arbeitsweise lesen Sie weiter unten oder unter dem Reiter “Traumakonzept”, da dieser Krise eine traumatische Erfahrung zugrunde liegt, der sich kaum jemand bewusst ist.

Ich bin überzeugt, dass das, was ein Klient fühlt immer seine Wahrheit in diesem Moment ist. Gedanken sind oft gekoppelt mit Gefühlen und umgekehrt. In meiner bevorzugten Arbeitsweise werden diese voneinander in der Tiefe entkoppelt.

Hier das Schema, das eher einen mentalen Ansatz verfolgt: 


Wenn Sie – wie die meisten Klienten – sagen, dass das was Sie denken doch wahr ist, weil Sie es fühlen – sind Sie nach diesem Ansatz mit ihren Gedanken identifiziert!


Wichtig ist zu unterscheiden, ob es ein Gedanke, eine Tatsache oder ein Gefühl ist.


Lautet Ihre Befürchtung z.B.: Ich werde mich anstecken und sterben! 

Dann stellen Sie sich folgenden vier Fragen – in 3-5 kompletten Durchgängen:

  1. Frage: Zu wie viel Prozent bin ich von dem Gedanken überzeugt?
  2. Frage: Ist dieser Gedanke wahr? Wenn ja – zu wie viel Prozent? Bitte 2 Beweise nennen, warum er für Sie wahr ist. Wenn nein – machen Sie bitte weiter mit Frage 3.
  3. Frage: Ist dieser Gedanke hilfreich? Wenn ja – zu wie viel Prozent? Bitte 2 Beweise nennen, warum er für Sie wahr ist. Wenn nein – machen Sie bitte weiter mit Frage 4.
  4. Frage: Was könnte ich alternativ positiver denken? Und wie fühle ich mich damit?

Nach Beantwortung dieser 4 Fragen beginnen Sie wieder bei Frage 1. Sie sollten 3-5 Durchgänge machen.Die neuen alternativen Gedanken schreiben Sie bitte auf ein Blatt und wiederholen diese immer wieder.

Z.B.:
Ich kann mich mit Hygienemaßnahmen davor schützen.                                                      (1. RUNDE – hier bedarf es möglicherweise zunächst die Bearbeitung des Gefühls der ANGST – z.B. mit dem X-Prozess Seite 1 / X-Prozess Seite 2)
 

Ich halte mich an die Hygienevorschriften und meide momentan unwichtige nähere Kontakte. (2. RUNDE)

Ich bin gesund. Selbst wenn ich mich anstecke, werde ich überleben. (3. RUNDE)

Wenn sie Fragen zu dem Schema haben oder Hilfe benötigen, so nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf. 0152/34239885.